Dienstag, 7. April 2015

Schneiderei 251

Der Wagen Nummer 251 lief anfangs mit der Wagennummer 11, später zu Zeiten des Spanischen Nationalcircus unter der 250, und beheimatete die Schneiderei. 1967 wurde er umnummeriert und mit dem Schriftzug CIRCUS WILLIAMS versehen. 1968 wurden die Buchstaben wieder abgeschraubt. 
Auch dieser reizvolle Wagen entstand wieder in Zusammenarbeit mit Sebastian Kerth von der Circuswerkstatt und wurde einmalig für mich geätzt. Neben dem Wagenaufbau wurde bei diesem Wagen auch das Oberlicht des Daches speziell angefertigt und dem Vorbild entsprechend nachgebaut.

Das Vorbild 1967 in Nürnberg
(Bild: Heinz Rettig)


Der exklusive Messing Bausatz von Sebastian Kerth vor dem Lackieren. 


Um das Oberlicht originalgetreu nachzubauen, wurden bei einem gekürzten Preiser Oberlichtdach die vorhandenen Fenster herausgetrennt. 


In den Freiraum wurde dann das exakt angepasste Messingstück eingesetzt.


Erste Passprobe.


Hier erkennt man die detailreiche Stirnwand mit dem verschlossenen Fenster. 


Im Gegensatz zu den anderen Wagen hatte die Schneiderei nur einen dicken, blauen Streifen. Dieser wurde, wie auch die blauen Streifen der anderen Wagen, aus einem Decal angefertigt. 


Der lange Schornstein ist ein dickes Messingrohr und wurde in ein vorsichtig gebohrtes Loch im Dach eingelassen. 


Der fertige Wagen inklusive speziell angefertigter, vorbildgerechter Deichsel und Details wie Türklinke. 



Freitag, 3. April 2015

Raubtierwagen 33

Dieser interessante Käfigwagen wurde von dem italienischen Wagenhersteller CALCIDE hergestellt und auf der Wintertournee durch Italien (1966/67) mitgenommen.
1967 beherbergte der Wagen die zwei Pumas, Löwin und den Leoparden der Tierschau.
Wegwesend für damalige Verhältnisse war die ausziehbare Käfigveranda, die den tierischen Bewohnern erweiterte Auslaufmöglichkeiten bot.


   
Das Vorbild 1967 in Hagen 
Bild: Circusjournal Sonderheft 5 (H. Neumärker)
Das Modell war schon seit langem von mir geplant und erste Versuche den Wagen komplett aus Evergreen zu bauen scheiterten an der Dicke des Evergeen Materials, welches die Klappen zu klobig hätte aussehen lassen. Also wendete ich mich an meinen Bekanten Andre Delvo und zusammen entwarfen wir eine Vorlage um das Modell aus Messing ätzen zu lassen. 
Das Ergebnis was ein vorbildgetreues Modell inklusiver aller Details. 



Die Klappen aus geätztem Messing.


Der Holzboden des Innenraums, sowie der Veranda wurde aus den gelaserten Echtholzbodenplatten von Kirmeswelten Hamburg gefertigt. 
Das Dach stammt von den neuen 6m Runddachpackwagen von Preiser. 


Die erste Stellproben nach dem Grundlackieren.


Nun folgte der arbeitsintensivste Teil des Baus. Die vorbildgerechte Lackierung der roten und blauen Binden. 


Danach wird die Nummerierung als Decal aufgebracht und die Messingketten angeklebt, sowie ein Evergeenprofil als Regenrinne am Dach befestigt.


Danach ging es an die Gestaltung des Wageninneren.


Die Löwin ist von MEK und wurde selber bemalt, die beiden Pumas stammen von Woodland Scenics und der Leopard ist ein zweckentfremdeter Gepard aus dem Hause Krauthauser Figuren.
Als Stroheinstreu wurde "Heu" der Firma MiniNatur verwendet. 



Dünne glatte Evergreenplatten als Trennwände zwischen den einzelnen Abteilen.  


Der Wagen vor dem Anbringen der vorderen Klappen.





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